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Babs
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« Antworten #307 am: März 31, 2010, 14:03:07 » |
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Hab hier mal eine Mail von Barry Hearn, dem neuen Vorsitzenden der World Snooker Association, die er an alle versendet hat, die in seinem E-Mail Verteiler sind. Also Pro's, Ama's und natürlich auch Snookerinteressierte.
Das Wesentliche auf Deutsch, für die die dem Englischen nicht mächtig sind:
Hearns Plan:
11 Turniere werden vom Fernsehen übertragen 12 Pro Tour Events, die je 10.000 Pfund wert sind (Übertragung kann sein, muss aber nicht sein) Nächste Saison soll es Preisgelder in Höhe von 1 Million Pfund geben. Hearn will die Kontrolle über die Werberechte von Snooker haben, die er aber an die Spieler zurück gibt, wenn nicht der gewünschte Gewinn erzielt wird. Die WPTC, PTC und EPTC stehen allen Spielern offen und werden ihren ganz eigenen Wert haben. Am Ende der Saison werden die Top 24 Spieler der Serien in eine im Fernsehen übertragene Championship gehen, der Gewinner bekommt 60.000 Pfund. Die Spieler haben sich beschwert (zu Recht), dass sie nicht genug Turniere spielen können. Das Problem ist aber die Finanzierung dieser Turniere. Die Kasse der WPBSA lässt aber nicht zu, dass viele neue Turniere aus dem Boden gestampft werden. Die Pro Tour bietet den Spielern mehr Gelegenheit zum spielen und damit auch mehr Gelegenheit, Geld zu verdienen. Diese kleinen Turniere können dann mit der Zeit vielleicht auch zu Weltranglistenturnieren ausgebaut werden. (Also ist die Pro Tour eine Art „Testlauf“ für neue Turniere und Austragungsorte?) Hearn hat den Grundsatz, dass nicht Mittelmäßigkeit, sondern Erfolg belohnt werden sollte und das hat er den Spielern auch genauso gesagt. Laut Dave Hendon ist das ein Hauptunterschied zu Barrys Vorgänger. Hearn denkt, dass die Spieler eine Möglichkeit verdienen, sich zu beweisen. Was sie mit dieser Möglichkeit machen, ist dann ihre Sache. Sollten sie nicht in der Lage sein, oben mitzuspielen, dann müssen sie halt was anderes machen. Die MT wird weiterhin aus 96 Spielern bestehen, die Top 64 wird weiterhin sicher sein. Wer aber raus fällt aus der liste hat direkt nach der WM die Chance, sich neu zu qualifizieren in der „Cue School“. Der Grund für die Umbenennung und wohl auch inhaltliche Änderung des Grand Prix war die Androhung der BBC, das Event nicht mehr übertragen zu wollen. Deswegen hat Hearn die World Open ins Leben gerufen. Dort werden alle 96 Pro’s und auch Ama’s vertreten sein, was die BBC dazu bringen soll, den Event in 2011 wieder zu übertragen und den Vertrag mit der WPBSA zu verlängern. Hier wird’s etwas kompliziert: Hearn will die Werberechte von Snooker nehmen und sie für je 1 Pfund verkaufen. Dann will er sich selber für 50.000 Pfund Anteile kaufen und anschließend erhalten die Spieler die Gelegenheit, sich selber auch Anteile an dieser Werberechtsfirma (???) zu kaufen, aber er will 51% halten, also die Kontrolle haben und entscheiden können, wer wirbt und wer nicht. Die Spieler mit den meisten Punkten und Turniersiegen dürfen als erstes Entscheiden ob und wie viel sie investieren wollen. Das wären dann Spieler wie John, Ronnie, Stephen H., Steve D. usw. So profitieren dann alle Spieler von dieser Firma, die Anteile haben. Hearn nimmt an, dass aufgrund dieser Werberechtsfirma die Preisgelder im Snooker auf 3,5 bis 4 Millionen Pfund ansteigen werden. Sollte dies nicht so sein, so bekommt die WPBSA die Werberechte zurück. Die Werberechtsfirma zahlt nun jährlich eine gewisse Summe für die Lizenzen an die WPBSA, um alle dort liegenden Funktionen am Laufen zu halten, worüber immer noch Spieler bestimmen werden. Es wird laut dem Hearn Plan ein neues Ranglistensystem geben, dass sich während der Saison ändert und nicht erst am Ende. Die Sendung „Cue-Zone“ wird aus Kostengründen gestrichen. Hearns Ziel ist es, mehr Bewegung in die Rangliste und die Qualifizierung zu bringen, dabei auch noch Das Profil von Snooker zu stärken.
Alle Spieler haben sowohl die Handynummer, als auch die E-Mailadresse von Hearn und sind willkommen, Fragen zu stellen, wenn sie etwas nicht verstehen. Barry macht kein Geheimnis daraus, dass er zurücktreten wird, wenn die Spieler seinem Plan am 05.05.10 nicht zustimmen werden. Es heißt also entweder Alles, oder Nichts. Denn wenn Hearn aussteigt, dann ist die Situation von Snooker mit der einer Eiszeit zu vergleichen. Die Verhandlungen, die Hearn bisher geführt hat mit Sponsoren, Veranstaltern und z.B. der BBC würden mit einem scheitern seines Planes verfallen. Snooker wäre nur noch eine Ruine…
Hier der weitere Inhalt der Mail, insbesondere der neue Kalender der nächsten Saison nebst Angaben zu Preisgeldern etc., als Word Dokument. Sprengt sonst den Rahmen, die 11 Seiten E-Mail! Dazu braucht man ja nicht allzuviel Englischkenntnisse.
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