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suhtemälk
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« Antworten #45 am: Januar 08, 2009, 12:14:47 » |
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EDIT: So eben habe ich in der FAZ gelesen, daß das Krankenhaus in Santa Rosa mitteilt, daß Terry an den Folgen eines Herzinfarktes verstarb.
Na, da lösen sich mit dieser Meldung ja die allermeisten Spekulationen in Luft auf. Kein Suizid, kein Banditentum, kein Angriff eines Raubtieres. Dem Terry muss die Tatsache, dass er seinen nach 30 Jahren verwirklichten Dakar-Traum bereits am zweiten Tag in den Sand gesetzt hat, wortwörtlich das Herz gebrochen haben. Bitter.
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? - Erklären Sie uns, warum sich Manager oder Chirurgen aufputschen dürfen, um ihre Arbeit leisten zu können, ein Sportler, der seine Leistung erbringen will, hingegen nicht.Das liegt am Reglement, das sich der Sport selber vorgegeben hat, ausgehend vom Internationalen Olympischen Komitee. Was ich als Normalbürger mit meinem Körper anstelle, ist mir freigestellt. - Sportarzt Walter O. Frey, Interview mit dem Tages-Anzeiger (1998) Enter the blogosphere: http://mudstud-speaklouder.blogspot.com/
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sportpur
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« Antworten #46 am: Januar 08, 2009, 15:34:51 » |
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in der franz. Medien super scharfe Kritik an der ASO - Renndirektor kann sich alles nicht erklaeren - Notruf ging in Paris ein und erst 12 Stunden spaeter wer er in Argentinien - ASO in schwerer Erklaerungsnot
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suhtemälk
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« Antworten #47 am: Januar 08, 2009, 15:38:13 » |
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in der franz. Medien super scharfe Kritik an der ASO - Renndirektor kann sich alles nicht erklaeren - Notruf ging in Paris ein und erst 12 Stunden spaeter wer er in Argentinien - ASO in schwerer Erklaerungsnot
12 Stunden? Ich war bisher davon ausgegangen, dass der Notruf "nur" sechs Stunden lang in Paris hängen blieb. Auf jeden Fall kein Ruhmesblatt für die Organisatoren und ihr Notfall-Dispositiv. Die arme Sau hat drei Tage auf Hilfe gewartet - wie hoch das Startgeld bei der Dakar ist, will ich schon gar nicht wissen, aber aus dem vermutlichen stolzen Betrag resultiert eine Bringschuld betrefflich schneller Hilfe.
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sportpur
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« Antworten #48 am: Januar 08, 2009, 15:43:14 » |
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12 Stunden? Ich war bisher davon ausgegangen, dass der Notruf "nur" sechs Stunden lang in Paris hängen blieb. Auf jeden Fall kein Ruhmesblatt für die Organisatoren und ihr Notfall-Dispositiv. Die arme Sau hat drei Tage auf Hilfe gewartet - wie hoch das Startgeld bei der Dakar ist, will ich schon gar nicht wissen, aber aus dem vermutlichen stolzen Betrag resultiert eine Bringschuld betrefflich schneller Hilfe.
AFP und lemonde sprechen von nahe 12 Stunden - der Veranstalter kann sich das alles nicht erklaeren - es haette eine 'Kommunikationspanne' gegeben - ...und die argentinische Polizei, sagt, dass der Fahrer haette gerettet werden koennen, wenn die Hilfe frueher eingetroffen waere.... lauf afp wurde die Suche auch noch stundenlag unterbrochen, da die Organisatoren den Fahrer angeblich woanders sichteten  56 Stunden vergingen von der meldung bis zum auffinden des Toten
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« Letzte Änderung: Januar 08, 2009, 15:50:50 von sportpur »
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suhtemälk
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« Antworten #49 am: Januar 08, 2009, 15:56:43 » |
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@ sportpur
Blätter mal eine Seite zurück - dort (Eintrag von heute, 10:58 Uhr) hab ich ohne Kenntnisse der jetzigen Berichte französischer Medien schon mal notiert, was mE alles schief gegangen ist rund um den tragischen Tod von Monsieur Terry.
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zyniker
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« Antworten #50 am: Januar 08, 2009, 16:04:17 » |
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Hmm, naja sicher ist das eine Panne die so nicht hätte geschehen dürfen, ob er überlebt hätte bleibt fraglich. EIn guter Bekannter von mir ist Arzt und Rallyefan und ich hab gerade mit ihm telefoniert. Er meinte wenn Terry ein Lungenödem gehabt hat, wären die Chancen auch bei schneller Hilfe sehr gering gewesen. Denn man hätte ihn ja nur mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus bringen können und Lufttransport ist bei einem Lungenödem nicht direkt förderlich - vorsicht formuliert. Dennoch darf es natürlich nicht so lange dauern, eh eine umfassende Suche ausgelöst wird. Ich gebe dennoch zu bedenken, daß jeder Teilnehmer das Risiko kennt.
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suhtemälk
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« Antworten #51 am: Januar 08, 2009, 16:13:26 » |
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Ich gebe dennoch zu bedenken, daß jeder Teilnehmer das Risiko kennt.
Und ich gebe zu bedenken, dass aus der zweifellos exorbitanten Teilnahmengebühr ein gewisser Anspruch auf ein reibungslos funktionierendes Umfeld resultiert. Der Terry ist eben NICHT an Sturzfolgen gestorben - dann könntest Du gerne salopp von Risiko reden, das jeder Teilnehmer kenne. Der Terry ist wohl drauf gegangen, weil das Notfall-Dispositiv nicht funktioniert hat. Und das müsste den Organisatoren schwerstens zu denken geben. Zumal das nun in Argentinien passiert ist, also einem Land, das bezüglich Verkehrsnetz, Informationsinfrastruktur und Gesundheitsversorgung ein paar Ligen höher spielt als diejenigen Länder Afrikas, die normalerweise im Rahmen der Dakar durchquert werden. Das Abschieben der Verantwortung der Organisatoren in Richtung der Eigenverantwortung jedes einzelnen Teilnehmers funktioniert schlecht (ich könnte auch schreiben: ist hanebüchern), passt aber zum Forennamen "zyniker".
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« Letzte Änderung: Januar 08, 2009, 16:15:09 von suhtemälk »
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zyniker
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« Antworten #52 am: Januar 08, 2009, 16:30:25 » |
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Wie gesagt, wenn das Lungenödem totesursächlich war, wären die Rettungschancen wohl ohnehin sehr gering gewesen. Bei solch einer Belastung können auch Erschöpfungsfolgen zum Tode führen. Es ist ja letzlich auch nicht das erste Mal, daß ein Fahrer den Folgen eines Herzinfarktes erliegt. Natürlich können die Fahrer erwarten, daß nach Möglichkeit alle vertretbaren Maßnahmen ergriffen werden um Leben und Gesundheit zu erhalten. Dennoch bleibt das Risiko, über das sich jeder bewußt ist.
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sportpur
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« Antworten #53 am: Januar 08, 2009, 16:52:17 » |
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fuer mich stellt sich die grundsaetzliche Frage, ob solche Rallyes ueberhaupt zu verantworten sind - Paris - Drakkar ist ja gefaehrlicher, als F1 - bei dieser Rallye faehrt doch der Tod immer mit - fast kein Jahr ohne Todesfall
zyniker hat schon Recht, der Fahrer kennt die Gefahren - allerdings ist es ein Muss alles zu tun, um bei einem Unfall das Leben des Fahrers zu retten - da muss nun lueckenlos aufgeklaert werden
suhte, ja - dein Beitrag heute morgen zeigte schon die Versauemnisse schonungslos auf
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zyniker
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« Antworten #54 am: Januar 08, 2009, 17:43:52 » |
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fuer mich stellt sich die grundsaetzliche Frage, ob solche Rallyes ueberhaupt zu verantworten sind - Paris - Drakkar ist ja gefaehrlicher, als F1 - bei dieser Rallye faehrt doch der Tod immer mit - fast kein Jahr ohne Todesfall
Ich seh daran kein Problem, schließlich wird niemand gezwungen Rallye zu fahren oder irgendwelchen anderen Motorsport zu betreiben. Und wenn man die Anzahl der bisherigen 56 Toten bei der Dakar auf die zurückgelegten Kilometer umlegt, ist es schon weniger dramatisch. Ich möchte dabei mit Blick auf suhtemälk Äusserung zu meinem Nick anmerken, daß es in dem Fall gar nichts damit zutun hat. Ich bin einfach mit Motorsport großgewurden, ich sah mit knapp 7 Jahren den ersten toten Rennfahrer. Ich verlor mit Ayrton Senna da Silva mein großes Vorbild, ich sah wie bei der Rallye Sachsenring zwei mir bekannte Fahrer ums Leben kamen. Mein Blick mag daher etwas kühl sein, aber realistisch. Motorsport und speziell Rallye ist gefährlich und jeder einzelne Teilnehmer weiß dies. Und speziell bei der Dakar würde die 95% der Fahrer auch teilnehmen, wenn sie während einer Etappe vollständig auf sich allein gestellten wären, wenn ihnen etwas passiert.
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suhtemälk
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« Antworten #55 am: Januar 08, 2009, 18:07:12 » |
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@ zyniker
Angesichts dieses mir bis anhin nicht bekannten Backgroundes möchte ich mich vom Seitenhieb gegen Deinen Forennick distanzieren und mich für selbigen bei Dir entschuldigen.
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zyniker
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« Antworten #56 am: Januar 08, 2009, 18:34:46 » |
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@ zyniker
Angesichts dieses mir bis anhin nicht bekannten Backgroundes möchte ich mich vom Seitenhieb gegen Deinen Forennick distanzieren und mich für selbigen bei Dir entschuldigen.
Wieder falsch verstanden  . Ich sehe manches schon sehr zynisch, nur eben in diesem Falle nicht  . Von daher ist auch keine Entschuldigung nötig.
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badfan
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« Antworten #57 am: Januar 08, 2009, 21:02:07 » |
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In den Nachrichten wird auch ständig was andere berichtet. Vorhin hab ich gehört, dass Therry (schreibt man den so?) an einem Lungenödem verstorben ist. Beim nächsten Sender war es dann doch wieder ein Herzinfarkt. So eine Ralley ist glaub ich eine der härtesten Sachen überhaupt. Die Teilnehmer gehen wirklich an ihre Grenzen. Im diesem Fall hat aber wohl der Organisator Mist gebaut. Obwohl ich es am allerwenigsten beurteilen kann, ob man Therry hätte retten können, wäre man früher bei ihm gewesen.
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zyniker
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« Antworten #58 am: Januar 08, 2009, 22:55:09 » |
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In den Nachrichten wird auch ständig was andere berichtet. Vorhin hab ich gehört, dass Therry (schreibt man den so?) an einem Lungenödem verstorben ist. Beim nächsten Sender war es dann doch wieder ein Herzinfarkt. So eine Ralley ist glaub ich eine der härtesten Sachen überhaupt. Die Teilnehmer gehen wirklich an ihre Grenzen. Im diesem Fall hat aber wohl der Organisator Mist gebaut. Obwohl ich es am allerwenigsten beurteilen kann, ob man Therry hätte retten können, wäre man früher bei ihm gewesen.
Das Lungenödem hat wohl zum Herzinfarkt geführt, so sind also beide Meldungen richtig. Die ASO hat definitiv Mist gebaut, ob es Terry jedoch das Leben gerettet hätte, steht in den Sternen. Die einen sagen ja, die andern sagen nein da ein Transport ins nächste KH nur über den Luftweg möglich gewesen wäre.
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suhtemälk
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« Antworten #59 am: Januar 09, 2009, 11:42:48 » |
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Von der Tragödie um Terry zurück zum Renngeschehen:
Habt Ihr gesehen, wie der de Villiers gestern mit seinem Race-Touareg die Dünen hochgeknallt ist? Da hatte ich zeitweise schon bedenken, dass die Karre einfach nach hinten wegkippen und den Steilhang hinunter purzeln könnte - sehr beeindruckend, eine Skisprung-Schanze ist verglichen mit solchen Dünen ein kleiner Hubbel.
Gibts schon neues zu Nasser al-Attiya? Dass das Auslassen der Dünensektion gleich zu Beginn der Etappe eine Strafe nach sich zieht, ist ja wohl zwingend - überhitzende Motoren interessieren die Rennjury da nur sehr am Rande. Eine Disqualifikation scheint mir aber reichlich hart. Dann eher die von Sven Quandt ins Spiel gebrachten 60 Stunden Zeitstrafe (20 würden auch reichen...).
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? - Erklären Sie uns, warum sich Manager oder Chirurgen aufputschen dürfen, um ihre Arbeit leisten zu können, ein Sportler, der seine Leistung erbringen will, hingegen nicht.Das liegt am Reglement, das sich der Sport selber vorgegeben hat, ausgehend vom Internationalen Olympischen Komitee. Was ich als Normalbürger mit meinem Körper anstelle, ist mir freigestellt. - Sportarzt Walter O. Frey, Interview mit dem Tages-Anzeiger (1998) Enter the blogosphere: http://mudstud-speaklouder.blogspot.com/
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